American Music

 

Di 14. Februar 2012
Zur TURN OUT-Staffel mit American Music in der Grünen Halle einige Stichworte zu den unterschiedlichen musikalischen Sparten:


Country-Music
Country-Musik entwickelte sich aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen Zuwanderervölker der USA Anfang des 20. Jahrhunderts . Die Old-Time Music entwickelte sich durch vielfältige Übernahme von Elementen anderer Musik-Genres – wie etwa dem Blues – zur heutigen Country-Musik.
Ein typisches Merkmal der Countrymusik sind direkte Texte, die sich oft auf die amerikanischen Lebensverhältnisse beziehen, persönliche Erfahrungen beschreiben, aktuelle Ereignisse kommentieren und nicht selten auch humorvoll sind.
Die Country-Musik lässt sich in Stilrichtungen unterteilen, von denen einige über viele Jahrzehnte bis heute aktuell sind. Die ursprüngliche Country-Musik vor 1920 wird als Old-Time- oder Hillbilly-Musik bezeichnet, die in den 1990ern dominierende Musik als New Country.

Bluegrass
Der Bluegrass wird in der Regel mit akustischen Instrumenten im 2/4-Takt gespielt. Charakteristisch sind die Virtuosität der Musiker, der mehrstimmige Satzgesang und die flotten Instrumentalstücke. Die typische Instrumentierung dieser Richtung besteht aus Fiddle, Banjo, Mandoline, Kontrabass und Westerngitarre. Die ursprüngliche Heimat des Bluegrass sind die Appalachen im Südosten der USA, Kentucky galt lange als wichtigstes Zentrum.
 
Honky Tonk
Der Honky Tonk entstand in den Clubs und Dance Halls rund um die texanischen Ölfelder. Dort war es vielerorts so laut, dass die Instrumente elektrisch verstärkt werden mussten und ein Schlagzeug unverzichtbar war. Gespielt werden meist einfache und langsame 2/4-Takte, die durch ein spezielles Timing den typischen Groove bekommen. Die Texte befassen sich mit Alltagsproblemen und sind ungekünstelt und direkt.

Nashville Sound
Mitte der 1950er-Jahre begannen einflussreiche Produzenten – allen voran Chet Atkins und Owen Bradley – die ungeschliffene Musik zu glätten, um sie so einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das Ergebnis war ein weicherer Sound, der oft durch Hintergrund-Chöre verstärkt wurde. Klassische Country-Instrumente wie Fiddle oder Steel-Guitar wurden nur noch selten eingesetzt. Während in den 50er- und 1960er-Jahren noch die Traditionalisten vorherrschten, nahm Mitte der 1970er-Jahre der Country-Pop überhand und verhalf dem Nashville-Sound zum Durchbruch.

Western Swing
Der Western Swing geht auf die Saloon-Musik der „Western“-Städte zurück. Durch Integration von Jazz-Elementen und Hinzunahme von weiteren Instrumenten entstand eine lebhafte, tanzbare Musik, die insbesondere in den großen Dance Halls von Texas und Oklahoma populär war. Der Western Swing gehörte zu den wichtigen Stilrichtungen der Country-Musik, hat aber seit Ende der 1940er-Jahre an Bedeutung verloren.

Americana
Unter Americana versteht man vor allem sozialkritische, auf Folk-Motiven (American Folk) aufbauende Musik amerikanischer Liedermacher. Americana hat starke Einflüsse der Rock- und Südstaatenmusik.



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Mai/Juni 2012
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